warum winter unsere bauzeit ist
Winter ist die Phase, in der wir an die Teile des Hofs gehen, die man später nicht mehr sieht, die aber alles tragen. Keine große Bühne, nur Substanzarbeit: Wände reparieren, Öffnungen anpassen, Leitungen prüfen, Dächer schließen. Dinge, die im Sommer den Betrieb stören würden.
Der zukünftige Festsaal ist aktuell noch ein alter Schweinestall. Die Eisenteile im Boden sind die Befestigungen der früheren Koben. Sie müssen raus, weil der Fußboden begradigt wird – sonst tritt man weiter in die alten Güllerinnen. Das ist kein glamouröser Job, aber notwendig, bevor wir überhaupt über Nutzung nachdenken können.
Am Holzlager – früher der Sani-Trakt der LPG und ebenfalls Stallfläche – sind viele Klinkerziegel zerfroren. Wir tauschen sie einzeln aus. Das ist Fummelarbeit. Gleichzeitig müssen Dach und Fenster rechtzeitig drin sein, damit die neue Fußbodenheizung nicht ins Leere läuft. Winter ist hier kein romantischer Rückzugsort, sondern ein Taktgeber: Wenn der Frost kommt, muss alles geschlossen sein.